Das schreibt die Presse über uns (2018)

Badisches Tagblatt - 2. Mai 2018

Gleich drei Gelegenheiten für zwei Baumpflanzungen.

Verein Freunde Von Martinique und der Karibik erinnert an Abschaffung der Sklaverei

Ganz schön fleißig (von links): Serge Chéri-Zécoté, Gerhard Kesselhut, Joachim Knöpfel und Antoine Ruck

 
Baden-Baden (red) - Am 27. April vor 170 Jahre wurde in den französischen Kolonien die Sklaverei abgeschafft. Dieser Jahrestag nutzte der Verein Freunden von Martinique und der Karibik in Baden-Württemberg um mit Hilfe des Gartenamtes eine doppelte Baumpflanzung in Baden-Badens Parkanlagen durchzuführen: ein erster Kastanienbaum anlässlich des 15- jährigen Bestehens des 2003 gegründeten Vereins, ein zweiter zu Ehren des 90. Geburtstags des Schriftstellers Edouard Glissant (Martinique 1928 - Paris 2011).

So kam es, dass genau an diesem symbolischen Datum an der Kastanienallee nahe von Schloss Solms und unter einer fast karibischen Sonne Präsident Serge Chéri-Zécoté zahlreiche Gäste begrüßte, heißt es in einer Mitteilung. Anwesend waren auch SPD-Stadtrat Joachim Knöpfel, der Oberbürgermeisterin Mergen vertrat, Gerhard Kesselhut, Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Martine Schöppner, Vizepräsidentin der Versammlung der Franzosen im Ausland und konsularische Rätin. Bevor Traugott Bräuninger, Vertreter des Gartenamtsleiters, den Standort und die ausgesuchte Baumart kommentierte, erinnerte Robert Steinseufzer an Leben und Werk Glissants. Dieser wurde 1928 auf Martinique als Sohn eines Plantagenarbeiters, dessen Vorfahren Sklaven waren, geboren. Das Poetische Werk des politisch engagierte Schriftstellers machte ihn zu einem der größten Dichter der Frankophonie und der Freiheit.

Danach ging es zur eigentlichen Pflanzung über. Serge Chéri-Zécoté und die Ehrengäste griffen zur Schaufel und gaben sich Mühe die vorbereitete Arbeit des Gartenamtspersonals zu vollenden. Beim anschließendem gemütlichen Sektempfang im Hotel Park-Hotel-Atlantic wurde dem Verein zum 15-jährigen Bestehen gratuliert, bevor man das Glas der Freundschaft erhob.

Seitenanfang


Presseberichte 2018

Presseberichte 2017

Presseberichte 2016

Presseberichte 2015

Presseberichte 2014

Presseberichte 2013

Presseberichte 2012

Presseberichte 2011

Presseberichte 2010

Presseberichte 2009

Presseberichte 2008

Presseberichte 2007

Presseberichte 2006

Presseberichte 2005

Presseberichte 2004

Martinique

Geschichte

Als erster Europäer entdeckte Kolumbus Martinique 1502 auf seiner vierten Reise. Die Insel wurde 1635 von Frankreich kolonialisiert und blieb seitdem bis auf drei kurze Perioden fremder Besatzung in französischem Besitz. Am 23. Juni 1763 wurde Joséphine de Beauharnais, geb. Tascher, die spätere Gattin Napoleons in Trois-Ilets bei Fort de France auf Martinique geboren. Ihre Eltern betrieben dort eine Zuckerrohrplantage, die noch heute als Museum zu besichtigen ist. Auf dem Zentralplatz von Fort de France steht eine kleine Statue von Joséphine, allerdings ohne Kopf, da sie sich bei der Bevölkerung unbeliebt gemacht hatte wegen der erneuten Einführung der Sklaverei auf Martinique.

1902 brach der auf der Insel gelegene Vulkan Mont Pelée aus. Dies hatte 26.000 Tote zur Folge.

1946 wurde Martinique zu einem der französischen Überseedépartements (Départements d'Outre-Mer / DOM), die politisch als Teil des Mutterlandes gelten.

1982 wurde Martinique zur Region erhoben.