Das schreibt die Presse über uns (2012)

Badisches Tagblatt, Samstag 24. Januar 2012

"Martinique": Empfang in Paris

Baden-Baden (red) - Im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf das Jahr 2013, in dem der "Verein der Freunde von Martinique und der Karibik in Baden-Württemberg" sein Zehnjähriges Bestehen mit einer Hommage an den marteniquesischen Dichter Césaire Aimé begeht, ist der Vizepräsident Antoine Ruck im "Maison de la Martinique" in Paris von Sandrine Crusoe empfangen worden, heißt es in einer Mitteilung. Sie ist die Beauftragte des Regionalpräsidenten und Parlamentsabgeordneten Serge Letchimy für Kontakte mit Vereinen in Frankreich und Europa. In diesem Zusammenhang sicherte Sandrine Crusoe den "Freunden von Martinique" und ihrem Präsidenten Serge Chéri-Zécoté ihre finanzielle, ideelle und praktische Beteiligung an den Aktivitäten des Vereins zu. Dabei stellte sie in Aussicht, dass der Verein zum "Botschafter" von Martinique ernannt werden könne, in dem er aktiv an der Förderung des Tourismus wirke. Damit, so Chéri-Zécoté, könne bald eines der wichtigsten Ziele des Vereins in die Tat umgesetzt werden: ein Studienaufenthalt für junge Menschen aus der Karibik in Baden-Württemberg.

[Bitte lesen Sie den Vollständigen Bericht dieser Begegnung auf der Seite "Mitteilungen"]

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Badisches Tagblatt, Montag 16. Januar 2012

"International inspirierte Feier zum neuen Jahr":

"Turgenev Gesellschaft feiert aus verschiedenen Ländern das Jolka-Fest":

Von Werner Frasch

Baden-Baden - Ausgesprochen international gab sich die Turgenev Gesellschaft Deutschland in diesem Jahr bei ihrer traditionellen Jolka-Feier im Hotel Europäischer Hof.

Renate Effern, rührige Vorsitzende der Gesellschaft konnte in dem Saal, in dem einst Ivan Sergeewitsh Turgenev tafelte, am Abend des russischen Neujahrsfestes zahlreiche festlich gestimmte Gäste Begrüßen und einige Höhepunkte im Jubiläumsjahr ankündigen. Im März werden die Turgenev-Freunde an einem Festival der orthodoxen Kirchenmusik teilnehmen, das Natalja Romanovska und Uljana Nesterowa organisieren.

Renate Effern, Vorsitzende der Turgenev-
Gesellschaft, und Serge chéri-Zécoté,
Vositzender der Freunde von Martinique

Zur Feier des 20. Geburtstages der Gesellschaft kommen am 12. April die Direktoren des Moskauer Puschkin- und des Turgenev-Museums in die Kurstadt. Die Direktoren des Museums Lutovinovo, vor dem Turgenev'schen Landsitz, sind ebenfalls eingeladen.

Eine Reise in die zukünftige Partnerstadt Sotschi wird vielleicht auch Erkenntnisse darüber bringen, wie es "eigentlich zu Missverständnissen zwischen Russen und Deutschen" kommt. So lautet der Titel eines Vortrags von Katja Hirschfeld am 17. März. Sie ist in Russland aufgewachsen und lebt in Baden-Baden.

In einer Tour d'Horizon streifte Effern die Bräuche und Rituale an Silvester, das als letzter Tag des Jahres seit der Gregorianischen Kalenderreform am 31.Dezember und damit am Todestag des Papstes Silvester (gestorben im Jahr 335) gefeiert wird.

Ihr kulturgeschichtlicher Streifzug reichte von Australien über China nach Europa und Amerika. Viele Bräuche ähneln sich, da es überall darum geht, am Jahreswechsel gute Vorsätze zu fassen und Rechenschaft über das abgelaufene Jahr abzulegen. In manchen Ländern, so etwa in Bulgarien, kommt hinzu, sich gegenseitig um Vergebung von zugefügten Ungerechtigkeiten zu bitten, schilderte ein Gast aus dem Publikum.

Feuerwerk, vor allem in Deutschland unverzichtbar, ist in manchen Städten dagegen untersagt und spielt auch in Großbritannien keine große Rolle. Mancherorts ist es üblich, in der Neujahrsnacht die Fenster zu öffnen, damit das Glück in das Haus hereinkommen kann. Überall kennt man das feiern mit der Familie und Freunden, begleitet von einem Essen, das (wie etwa in Frankreich) recht üppig sein oder (wie in manchen Gegenden der USA) aus einem einfachen Linsengericht bestehen kann.

In Russland freuen sich die Kinder am Silvesterabend darauf, dass ihnen Väterchen Frost und seine schöne Begleiterin Snegurotschka Geschenke bringen. Die Erwachsenen, so berichtete Katja Hirschfeld, amüsieren sich an diesem Abend an der Komödien im Theater oder als Filmaufführung.

Bei der Neujahrsfeier der Turgenev Gesellschaft, an der auch Serge Chéri-Zécoté vom Verein Freunde von Martinique und der Karibik mitwirkte, trug zur guten Stimmung nicht zuletzt der Pianist und Sänger Clint Jackson bei.

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Martinique

Geschichte

Als erster Europäer entdeckte Kolumbus Martinique 1502 auf seiner vierten Reise. Die Insel wurde 1635 von Frankreich kolonialisiert und blieb seitdem bis auf drei kurze Perioden fremder Besatzung in französischem Besitz. Am 23. Juni 1763 wurde Joséphine de Beauharnais, geb. Tascher, die spätere Gattin Napoleons in Trois-Ilets bei Fort de France auf Martinique geboren. Ihre Eltern betrieben dort eine Zuckerrohrplantage, die noch heute als Museum zu besichtigen ist. Auf dem Zentralplatz von Fort de France steht eine kleine Statue von Joséphine, allerdings ohne Kopf, da sie sich bei der Bevölkerung unbeliebt gemacht hatte wegen der erneuten Einführung der Sklaverei auf Martinique.

1902 brach der auf der Insel gelegene Vulkan Mont Pelée aus. Dies hatte 26.000 Tote zur Folge.

1946 wurde Martinique zu einem der französischen Überseedépartements (Départements d'Outre-Mer / DOM), die politisch als Teil des Mutterlandes gelten.

1982 wurde Martinique zur Region erhoben.