Das schreibt die Presse über uns (2018)

Goodnews4 16.7.2018 (und Badisches Tagblatt 17.7.2018)

14. Juli

Freunde von Martinique und der Karibik feierten französischen Nationalfeiertag - Vortrag über Gaston Monnerville

Die Festgemeinschaft der "Freunde von Martinique und der Karibik"
bei der "14 Juillet-Feier" im Bellevue. Foto:PR

 
Am 14. Juli dem französischen Nationalfeiertag luden die Freunde von Martinique und der Karibik in Baden-Württemberg e.V. wie regelmäßig seit 2004 zu einem kulturellen Ereignis ein. Thema der diesjährigen Veranstaltung war Gaston Monnerville - 22 Jahre Präsidentschaft des französischen Senats.

Nachdem er jeder Dame ein Rose als Symbol der französischen Revolution überreichte, und an die Devise der Republik "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" erinnerte, der er auch "Toleranz" hinzufügen würde, begrüßte Präsident Serge Chéri-Zécoté die Gäste in der Kurpark-Residenz Bellevue, insbesondere Dr. Antoine Lang, und Martina Boos, eine begeisterte Martinique-Liebhaberin aus Rastatt. Er überbrachte die Entschuldigungen von MdL Bea Böhlen und OB Margret Mergen.

Dann stellte Robert Steinseufzer auf Deutsch und Serge Chéri-Zécoté auf Französisch Gaston Monnerville (1897-1991) vor. Gaston Monnerville war Nachkommen eines Sklaven und machte brillante Studien in Paris bis zum Rechtsanwalt. Er plädierte insbesondere für die Schließung des Cayenne-Straflagers. Er engagierte sich als Freimaurer und überzeugter Militant gegen Rassismus und Antisemitismus. Er wurde Abgeordneter und Minister und übernahm ab 1946 die Präsidentschaft des neugegründeten Rates der Republik und dann des Senats bis 1968. Auf Initiative von Gaston Monnerville, wurde die Asche von Victor Schoelcher und Félix Eboué 1949 in das Pantheon in Paris übertragen.

Zu seinem Lebensabschied sagte Robert Badinter: "Er fühlte sich als Kind der französischen Republik um so intensiver dass er in den sogenannten alten Kolonien in Guyana geboren wurde, ein Land das von der Metropole mehr ignoriert als verwöhnt wird. Aber das Kind von Guyana hatte gelernt, dass die Republik wollte, dass alle seine Kinder frei, gleich und brüderlich seien."

Nach dem Vortrag ließen die Gäste bei Kaffee und Kuchen verwöhnen. Alle freuen sich schon auf die nächste Veranstaltung der Freunde von Martinique.

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Badisches Tagblatt - 2. Mai 2018

Gleich drei Gelegenheiten für zwei Baumpflanzungen.

Verein Freunde Von Martinique und der Karibik erinnert an Abschaffung der Sklaverei

Ganz schön fleißig (von links): Serge Chéri-Zécoté, Gerhard Kesselhut, Joachim Knöpfel und Antoine Ruck

 
Baden-Baden (red) - Am 27. April vor 170 Jahre wurde in den französischen Kolonien die Sklaverei abgeschafft. Dieser Jahrestag nutzte der Verein Freunden von Martinique und der Karibik in Baden-Württemberg um mit Hilfe des Gartenamtes eine doppelte Baumpflanzung in Baden-Badens Parkanlagen durchzuführen: ein erster Kastanienbaum anlässlich des 15- jährigen Bestehens des 2003 gegründeten Vereins, ein zweiter zu Ehren des 90. Geburtstags des Schriftstellers Edouard Glissant (Martinique 1928 - Paris 2011).

So kam es, dass genau an diesem symbolischen Datum an der Kastanienallee nahe von Schloss Solms und unter einer fast karibischen Sonne Präsident Serge Chéri-Zécoté zahlreiche Gäste begrüßte, heißt es in einer Mitteilung. Anwesend waren auch SPD-Stadtrat Joachim Knöpfel, der Oberbürgermeisterin Mergen vertrat, Gerhard Kesselhut, Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Martine Schöppner, Vizepräsidentin der Versammlung der Franzosen im Ausland und konsularische Rätin. Bevor Traugott Bräuninger, Vertreter des Gartenamtsleiters, den Standort und die ausgesuchte Baumart kommentierte, erinnerte Robert Steinseufzer an Leben und Werk Glissants. Dieser wurde 1928 auf Martinique als Sohn eines Plantagenarbeiters, dessen Vorfahren Sklaven waren, geboren. Das Poetische Werk des politisch engagierte Schriftstellers machte ihn zu einem der größten Dichter der Frankophonie und der Freiheit.

Danach ging es zur eigentlichen Pflanzung über. Serge Chéri-Zécoté und die Ehrengäste griffen zur Schaufel und gaben sich Mühe die vorbereitete Arbeit des Gartenamtspersonals zu vollenden. Beim anschließendem gemütlichen Sektempfang im Hotel Park-Hotel-Atlantic wurde dem Verein zum 15-jährigen Bestehen gratuliert, bevor man das Glas der Freundschaft erhob.

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Martinique

Geschichte

Als erster Europäer entdeckte Kolumbus Martinique 1502 auf seiner vierten Reise. Die Insel wurde 1635 von Frankreich kolonialisiert und blieb seitdem bis auf drei kurze Perioden fremder Besatzung in französischem Besitz. Am 23. Juni 1763 wurde Joséphine de Beauharnais, geb. Tascher, die spätere Gattin Napoleons in Trois-Ilets bei Fort de France auf Martinique geboren. Ihre Eltern betrieben dort eine Zuckerrohrplantage, die noch heute als Museum zu besichtigen ist. Auf dem Zentralplatz von Fort de France steht eine kleine Statue von Joséphine, allerdings ohne Kopf, da sie sich bei der Bevölkerung unbeliebt gemacht hatte wegen der erneuten Einführung der Sklaverei auf Martinique.

1902 brach der auf der Insel gelegene Vulkan Mont Pelée aus. Dies hatte 26.000 Tote zur Folge.

1946 wurde Martinique zu einem der französischen Überseedépartements (Départements d'Outre-Mer / DOM), die politisch als Teil des Mutterlandes gelten.

1982 wurde Martinique zur Region erhoben.